„Krankheit ist weder Grausamkeit noch Strafe, sondern einzig und allein ein Korrektiv; ein Werkzeug, dessen sich unsere eigene Seele bedient, um uns auf unsere Fehler hinzuweisen, um uns von größeren Irrtümern zurückzuhalten, um uns daran zu hindern, mehr Schaden anzurichten - und uns auf den Weg der Wahrheit und des Lichts zurückzubringen, von dem wir nie hätten abkommen sollen.“
Dr.
Edward Bach
Edward Bach selbst wirkte, bevor er sein Bachblütensystem entwickelte, als sehr erfolgreicher Bakteriologe und Homöopath. Bach teilte die Auffassung Samuel Hahnemanns: es gibt keine Krankheiten, sondern nur kranke Menschen.
1930 gab Bach seine lukrative Praxis auf, um in den folgenden 6 Jahren eine einfache Therapie zu finden, mit der negative Gemütszustände behandelt werden sollten. Denn diese negativen Gemütszustände waren für Bach einerseits der Auslöser für körperliche Erkrankungen und andererseits der Indikator dafür, wieweit sich die Persönlichkeit von ihrem höheren Selbst entfernt hat.
Bach teilte seine Blütenmittel nach den Gemütszuständen, bei denen sie wirksam sind, in sieben Hauptgruppen ein. So gibt es Mittel für Menschen, die unter ständiger Angst leiden, für solche, denen es an innerer Sicherheit mangelt, für jene, die zu wenig Interesse am Hier und Jetzt aufbringen, für jene, die lieber stets allein sind, oder jene die das Alleinsein hassen, für solche, die mutlos und verzweifelt sind, und für solche die sich in übertriebener Form für das Wohl anderer interessieren.
Es ist wichtig zu bedenken, daß die Psyche als der zarteste und empfindsamste Teil des Organismus den Ursprung und die Entwicklung einer Krankheit viel deutlicher offenbart als der Körper.
Gesundheit und Ausgewogenheit sind dann vorhanden, wenn unsere Psyche, unser Körper und unser höheres Selbst sich miteinander in Harmonie befinden. Bachs sieben Hauptgruppen weisen auf sieben verschiedene Grundtypen von Dysharmonie zwischen Persönlichkeit und höherem Selbst hin. Das höhere Selbst ist die Quelle des intuitiven Verständnisses der Welt und unser Selbst und des spontanen, sicheren Handelns je nach den Erfordernissen der Situation. Ist der Kontakt mit dem höheren Selbst blockiert, wird weder Körper noch Geist genährt, und Krankheit ist das Resultat!
Jeder Heilungsprozess läuft deshalb stets auf die Wiederherstellung des inneren Gleichgewichts hinaus. Die wildwachsenden Blüten, die die Grundlage für Bachs Blütentherapie bilden, besitzen eine natürliche Kraft, die imstande ist, die Harmonie zwischen Gemüt und höherem Selbst wiederherzustellen.
Bach schrieb 1934 über die Wirkung seiner Blüten-Essenzen:
Unsere Persönlichkeit mit den Tugenden die wir nötig haben, zu überfluten und dadurch die Charakter-Mängel auszuwaschen, die unsere Leiden verursachen.
Wie schöne Musik oder andere großartige inspirierende Dinge, sind sie in der Lage unsere ganze Persönlichkeit zu erheben und uns unserer Seele näher zu bringen. Dadurch schenken sie uns Frieden und entbinden uns von unseren Leiden. Sie heilen nicht dadurch, daß sie die Krankheit direkt angreifen, sondern dadurch, daß sie unseren Körper mit den schönen Schwingungen unseres höheren Selbst durchfluten, in deren Gegenwart die Krankheit hinwegschmilzt wie Schnee in der Sonne.
Es gibt keine echte Heilung ohne eine Veränderung in der Lebenseinstellung, des Seelenfriedens und des inneren Glücksgefühl.“